Baubeginn 1913 

 

Die junge Witwe, Alma Mahler, als Bauherrin  

 

 

Um 40.000 Kronen, zu dieser Zeit eine enorme Summe, kaufte Gustav Mahler im November 1910 das große Grundstück am Kreuzberg mit den 2 markanten Lindenbäumen. „ Das ist die Luft für ihn“ soll er damals seine Entscheidung begründet haben. Er beabsichtigte dort seinen Alters- und Ruhesitz zu errichten.

Aber bereits im Frühjahr 1911 kam Gustav Mahler todkrank von einer 4-monatigen Konzertreise aus New York zurück und verstarb am 18. Mai. Heuer jährt sich sein Todesjahr zum 110. Mal. Ein Jahr später beauftragte seine Witwe Alma Mahler die Architekten Hartwig Fischel, Rudolf Bredel und Karl J. Stöger mit der Planung und Errichtung eines Sommersitzes im Stile eines amerikanischen Farmhauses mit dem beeindruckenden Ausblick auf die Bergkulisse von Rax und Schneeberg. 

Kurz vor Fertigstellung der Villa malte Oskar Kokoschka seiner Freundin und kunstsinnigen Mäzenin Alma über dem Kamin einen 4 Meter breiten Fries mit einem Bildnis von ihr. Sie und ihre Tochter Anna bezogen das Haus am Kreuzberg im Dezember 1913.  Am Nachbargrundstück errichtete zeitgleich Almas enge Freundin Lilly Lieser, geborene Landau, ihren heute als „Haus Rax“  bekannten Landsitz.

Villa Mahler & Alma Mahler

Das Fresko von Oskar Kokoschka über dem Kamin

Oskar Kokoschka & Villa Mahler im Winter

 

Der Architekt Walter Gropius am Kreuzberg  

 

 

 

Noch zu Lebzeiten Gustav Mahlers entspann sich während eines Kuraufenthaltes im steirischen Tobelbad eine leidenschaftliche und andauernde Affäre zwischen Alma und dem Architekten, Bauhaus Gründer Walter Gropius. Unterbrochen durch den Tod Gustav Mahlers und der Beziehung mit Oskar Kokoschka kam es 1915 zur Versöhnung. Kurz darauf heiratete Alma Walter Gropius und schenkte der gemeinsamen Tochter Manon Gropius das Leben. Einem Briefwechsel ist zu entnehmen, dass Gropius in Entwürfen und Skizzen für Alma Umbauten an der Villa Mahler plante. Im Oktober 1920 wurde die Ehe geschieden.

 

Der Dichter Franz Werfel schreibt
seinen ersten Roman in der Villa Mahler  

 

Im Jahr 1918 kam es in der Villa Mahler am Kreuzberg zu einer im Tagebuch des Dichters Franz Werfel festgehaltenen Liebesnacht. Auch aus Geldsorgen drängte Alma den aufstrebenden Schriftsteller, ihren zukünftigen Ehemann, einen Roman zu schreiben. Im zweiten Stock der Villa Mahler, auf einem Tisch, der sich noch heute dort befindet, schrieb Werfel sein bedeutendes Werk „Verdi. Roman der Oper“. Dieser Roman wurde der erhoffte Erfolg und der Beginn von Franz Werfels Weltruhm.

 

Dazu ein Auszug aus Almas Tagebuch:

 

„Zweimal diesen Sommer ist Franz Werfel im Morgengrauen plötzlich in mein Zimmer gestürzt und hat mir das unfertige Manuskript zum Verbrennen aufgedrängt. Ich behielt es natürlich, bis er sich wieder beruhigt hatte. Hoffentlich schlägt der Roman diesmal ein. Er braucht einen Erfolg." - "Den ganzen Sommer arbeitete er täglich ... im Dachraum, den ich ihm zu einem schönen Atelier umgestaltet habe. Er war dort vollkommen ungestört, und ich habe ihn verhätschelt wie ein Kind ... und jeden Abend wurde musiziert oder vorgelesen: Böhme oder Goethe oder auch Franz Werfels eigene Werke. So ist die Zeit selig dahingegangen, und ich kann nur eines fürchten, dass sich irgendetwas ändert."

Alma Mahler & Franz Werffel

Verdi Roman der Oper

Franz Werfel & der Verleger Paul von Zsolnay

 

Mahlers unvollendete 10. Symphonie

 

Anna Mahler & Ernst Krenek am Kreuzberg 

 

Nicht nur Alma diente die Villa am Kreuzberg als würdiger Aufenthaltsort. Auch ihre Tochter Anna Mahler schätzte den prachtvoll gelegenen Landsitz. Im Hochsommer 1923 trafen Anna Mahler und ihr Ehemann, der Komponist Ernst Krenek aus Wien kommend in Breitenstein ein. Kurz zuvor hatten sie ihre Berliner Wohnung aufgegeben und bezogen die „Villa Mahler“ als Sommerrefugium und vorläufigen Wohnsitz.

 

Vermutlich zu dieser Zeit drängte Alma ihren Schwiegersohn die bruchstückhaften Fragmente der bisher unveröffentlichten 10. Sinfonie Gustav Mahlers fertig zu komponieren. Die findige Geschäftsfrau erhoffte sich dadurch zusätzliche Einnahmen aus Gustav Mahlers Werk und Nachlass. 

 

Ernst Krenek brachte es aber nicht übers Herz „das leidenschaftliche Gekritzel eines sterbenden Genies zu orchestrieren“ und widersetzte sich diesem Vorhaben.

 

 

Der Verkauf der Villa

 

Alma Mahler-Werfel verbrachte in der Villa seit ihrem Einzug 1913 zahlreiche schöne Stunden und führte ein gastliches Haus. Der Einladung in ihren Salon folgten zahlreiche bekannte Musiker, Künstler und Schriftsteller. Mit dem Anschluss Österreichs an Deutschland 1938 fühlte sich das Ehepaar Mahler-Werfel in Österreich zunehmend unsicher und verließ - nach Zwischenaufenthalten in Südfrankreich – Europa, um 1940 nach Amerika zu emigrieren. Nur noch einmal kehrte Alma Mahler-Werfel 1947 nach Wien zurück und verkaufte schließlich 1957 auch ihre Villa am Kreuzberg. Nach wechselnden Besitzern hat sich die heutige Besitzerin seit 1996 der Renovierung und Bewahrung dieses geschichtsträchtigen Landsitzes verschrieben und diesen seither stilsicher und geschmackvoll revitalisiert.


Nun haben Sie die einmalige Gelegenheit Teil der Geschichte der Villa Mahler zu werden und dieses bedeutende Juwel zu erwerben. 

 

 

Mehr Details und Informationen zur Geschtichte

der Familie Mahler und der Villa Mahler finden Sie hier:

https://www.alma-mahler.com/

 

Quellenangabe der Bilder dieser Seite: 

https://www.alma-mahler.com/deutsch/presscorner/photo_archive_history_alma.html

 

Werden Sie Teil der zukünftigen Geschichte!

Contact

Dipl. Kfm. Fridolin Angerer

 

Phone
+43 1 5132313-42
Email
fridolin.angerer@spiegelfeld.eu
This website uses cookies – for more information about this and your rights as a user, please see our privacy policy at the bottom of the page.
Click “I agree to all cookies” to accept all cookies (including third-party cookies) and to be able to visit our website directly, or click “Cookie settings” to manage your own cookies.
Cookie settings

You can view or change the cookie settings for various tools used on this domain and its sub-domains here.

Technically necessary cookies for the website’s basic functions. An * indicates a possible prefix or suffix.
These cookies enable you to use certain areas. An * indicates a possible prefix or suffix.
You can define your settings for targeted cookies here.