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Mit einiger Zeitverzögerung ist nun auch im Bereich der Luxusimmobilien ein krisenbedingtes Nachlassen der Nachfrage erkennbar. Denn die früher recht zahlungskräftige Kundschaft muss den Gürtel nun enger schnallen.
Für Luxusresidenzen gilt: die Kunden vergleichen stärker als früher, lassen sich länger Zeit für ihre Entscheidung und haben oft sehr konkrete Vorstellungen, die nicht immer leicht zu erfüllen sind. Viele Interessenten verfügen über weniger Mittel als noch vor einem Jahr.
„Wirkliche Top-Objekte werden zwar immer noch gesucht“, erläutert Andrea Mittermayr, Expertin für Wohnimmobilien bei Spiegelfeld Immobilien, „aber viele Eigentümer haben zu hohe Preisvorstellungen“. Spiegelfeld-Chef Georg Spiegelfeld ergänzt: „Investitionen in spezielle Gestaltungswünsche der Eigentümer werden später von den Käufern kaum abgegolten – ganz im Gegenteil: sie können sich bei einem Verkauf sogar als Wert mindernd erweisen.“ Die Kunden sind nicht mehr bereit, hohe Preise für ein Objekt zu bezahlen und dann auch noch teure Umbauten vornehmen zu lassen.
Noch sinken die Preise aber nicht. Der Grund: Viele Eigentümer haben sich beim Erwerb bzw. der Entwicklung ihrer Objekte verkalkuliert oder zu teuer eingekauft. Die finanzierenden Banken gestatten aber vor allem am Beginn des Verkaufprozesses keine Verkäufe unter dem ursprünglich kalkulierten Wert bzw. mit Verlust. Das Ergebnis: die Objekte stehen über längere Zeit zum Verkauf oder leer, den Eigentümern droht im Extremfall der Konkurs.
„In den letzten Wochen hat sich die Situation dramatisch verändert – das Angebot an Luxusobjekten ist stark gestiegen“, konstatiert Mittermayr. „Auch Kunden, die bisher versucht haben, selbst einen geeigneten Käufer oder Mieter für ihr Objekt zu finden, greifen nun stärker auf einen renommierten Makler zurück, um überhaupt Interessenten zu finden.“
Auch bei Zinshäusern zeigen sich seit kurzem vermehrt die Auswirkungen der Wirtschaftskrise: viele Mieter zahlen nicht, Neuvermietungen erfolgen nur schleppend. Als Folge steht auch immer öfter in Top-Häusern die Hälfte der Wohnungen leer und die getätigten Millioneninvestitionen in die Wohnungen rechnen sich nicht.
Wer darauf zielt, dass seine Immobilie über Jahrzehnte ihren Wert behält, sollte auf eine zeitlose architektonische Gestaltung und Einrichtung sowie auf hochwertige Baumaterialien achten und sich nicht zu sehr an aktuellen Trends orientieren. Denn moderne Architektur ist oftmals kurzlebig und nach nur wenigen Jahren völlig unattraktiv. Für Käufer von Luxus-Immobilien ist nicht nur die Wohnungsausstattung selbst entscheidend, sondern auch der Eindruck des Gesamthauses und vor allem die Bestlage.
Luxus muss auch wirklich Luxus sein, das bedeutet z.B. hohe Räume, eine Ausstattung mit besten Materialien wie hochwertige Holzböden und schlichte, unaufdringliche Eleganz. Besonders beliebt sind Immobilien, die auch noch mitgestaltet werden können. Wichtig ist eine Garage mit einem Lift, der direkt zur Wohnebene führt. Jedes Schlafzimmer sollte über ein genügend großes, eigenes Bad verfügen (ab 10 m²). Große Zimmer (ab 20 m²), großzügige Terrassen und/oder Balkone (bei Wohnungen), ein Fitnessraum, Bewegungsmelder sowie perfekte Schall- und Wärmeisolierung und Haustechnik runden dieses Bild ab.
Die Krise ist mittlerweile auch im Bereich der Schlösser und Herrschaftshäuser am Land angekommen. „Private, die ihre Objekte fremdfinanziert haben, kommen in letzter Zeit immer stärker unter Druck“ bestätigt Fridolin Angerer, zuständig bei Spiegelfeld Immobilien für den Bereich „Forst, Land, Schlösser“, den Trend. Denn auch die Nachfrage nach Schlössern und Herrschaftshäusern ist rückläufig, Zinszahlungen werden immer schwieriger.
Wenn auch Kostenbewusstsein derzeit eine stärkere Rolle spielt als noch im letzten Jahr, ist der Preis doch nicht das alleinige Entscheidungskriterium, sofern alle Anforderungskriterien in Bezug auf Lage, Größe und Ausstattung erfüllt sind.
Unabhängig von der Finanzkrise gibt es im Bereich großer Forstbetriebe ab 500 ha einen deutlichen Nachfrageüberhang, da vor allem viele Stiftungen ihr Geld dort parken wollen, das Angebot jedoch sehr gering ist. „Viele Kunden hoffen außerdem, jetzt ein Schnäppchen machen zu können, doch die Preise fallen nicht“, so Angerer.
Rückfragehinweis: Spiegelfeld Immobilien GmbH Gabriela Spiegelfeld-Quester, Mag. Gudrun Pandjaitan Stubenring 20, A-1010 Wien, Tel: +43/1/513 23 13-45, +43/1/513 23 13-14 e-mail:
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